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Hinter den Kulissen – Das Interview zur Umbenennung

Bitmotion Geschäftsführer Thomas Esders und Ekkehard Gümbel stehen Rede und Antwort. Das Interview führte Florian Walter.

Bitmotion Geschäftsführer Thomas Esders und Ekkehard Gümbel stehen Rede und Antwort. Das Interview führte Florian Walter.

Wie kam es zu der Entscheidung die Firma umzubenennen?

Ekkehard Gümbel: Seit dem Start von net&works vor über 15 Jahren hat sich die Welt verändert, und auch unsere Tätigkeit  ist eine völlig andere geworden. Aus einem klassischen IT-Beratungshaus wurde ein Team, welches mit Spaß und Erfolg die dynamische Online-Welt mitgestaltet.

So entstand der Wunsch, dieses Selbstverständnis auch nach außen zu tragen und unter neuer Flagge in die Zukunft zu segeln!

Wie kamt ihr auf den Namen?

Thomas Esders: Mit einer Mischung aus Struktur und Intuition. Zunächst haben wir uns über die „Leitplanken“, also die formalen Anforderungen, unterhalten. Da geht es dann um Dinge wie Länge und Lesbarkeit, und natürlich steht immer auch fest: Die Marke darf noch nicht belegt sein, und die Domain müssen wir auch bekommen können.

EG: Parallel haben wir in Richtung der gewünschten Aussagen oder Assoziationen nachgedacht, und auch über den Stil – also ob das Ganze eher locker oder eher seriös klingen soll, cool, avantgardistisch, technisch, oder was einem da noch alles in den Sinn kommt. In der Praxis verbindet man das übrigens unvermeidlich mit Beispielen: Welche Markennamen in der Branche würde man für sich gut finden, welche nicht?

Und? Welche von denen fandet ihr gut?

EG: Das verrate ich nicht! Aber wirklich gute Namen finden sich tatsächlich selten.

TE: Tja, und dann kam der Kreativ-Teil, was immer der schwierigste ist. Wir haben verschiedene Wege beschritten: Auftakt war ein großes Brainstorming mit dem ganzen Team im Rahmen eines Workshops in einer Harz-Hütte. Sowohl frei als auch per Halbwort-Kombinationen, und es kamen viele gute, aber auch echt lustige Sachen dabei heraus… „Flauschponyhof“ oder „Pixelgarage“ sind es aber irgendwie doch nicht geworden!

EG: Und dann ging es viele Wochen weiter, man geht durch die Stadt und saugt Inspirationen aus allen Winkeln auf. Gerade die Retro-Schiene kann man da super bedienen. Aber die zündende Idee könnte auch im Schaufenster beim Wurstfachverkäufer lauern!

Irgendwann waren wir dann bei Bitmotion, einer der wenigen Namen, der in allen Belangen gut passte. Also haben wir genauer hingeschaut, einen ersten Logo-Entwurf hinzugefügt, und diese Kombination in vielen Situationen ausprobiert. Es funktionierte grandios!

Was bedeutet der Name denn, bzw. was soll man sich drunter vorstellen?

EG: Na ja, da wollen wir natürlich den Denk-Freiraum nicht einengen, aber einer der ersten, denen ich den neuen Namen verraten habe, war unser freundlicher Kundenbetreuer bei der Sparkasse Hannover. Und der hat sofort „Emotion“ als auch „Bewegung“ mit dem Namen assoziiert. Zwei Volltreffer, würde ich sagen!

TE: Dass „bit“ darauf hinweist, dass diese Firma irgendetwas mit Computern macht, liegt ja auf der Hand. Um es trotzdem noch zu unterstützen und konkreter zu machen, haben wir uns schweren Herzens von unserem alten Slogan „Vision – Konzept – Verwirklichung“ verabschiedet, und nach einem neuen gesucht. Wie man sieht, lautet er nun „Web-Projekte, die begeistern“: Das erklärt nicht nur, worum es geht, sondern signalisiert auch eine Einstellung: Die sind mit Herz und Seele dabei!

Zum neuen Namen gehört ja auch das neue Logo…

TE: Allerdings, das war auch richtig spannend! Wir haben nämlich einen Ideenwettbewerb auf „99designs“ gestartet, also auf einer Web-Plattform, wo sich Designer aus aller Welt tummeln. Dort haben wir in einem Briefing unsere Ideen dargestellt, ganz wie wir ein Briefing von unseren eigenen Kunden in Web-Projekten erhoffen, also allgemeine und konkrete Hintergründe, Zielgruppe, erwünschte Assoziationen, bisherige Ideen usw. – und übrigens auch die Vorgabe, dass wir weiterhin in unserer angestammten Farbwelt orange/grau bleiben wollen.

EG: Normalerweise bekommt man dann eine Anzahl von Einreichungen und wählt den Gewinner. So haben auch wir aus 126 Einreichungen unseren Favoriten gekürt, das Preisgeld ging an Gabor Kajko von logabo.ca.

Dann aber sind wir einen Schritt weiter gegangen, haben den Entwurf genommen und noch weiter ausgearbeitet. Dazu gehörte eine saubere geometrische Konstruktion (die vorher nicht existierte), und  z.B. auch die Adaption auf den finalen Slogan. In der Entwurfsphase stand da noch „Lorem Ipsum“-…

Mit dem Ergebnis sind wir sehr, sehr zufrieden: Das neue Logo sieht sehr professionell aus, funktioniert gut in jedem Kontext von Online bis Print oder Textil, und hat genau die optischen Wirkungen und Assoziationen, die wir angestrebt hatten.

Wie viel Arbeit steckt insgesamt in der Umbenennung? Und wie würdet ihr den Schwierigkeitsgrad einstufen?

EG: Der Prozess hat ja sehr lange gedauert, von den ersten Vorüberlegungen bis zur Namensfindung in sehr verhaltenem Tempo. Während die Namensentscheidung reif wurde, haben wir parallel an der Zeitachse gefeilt und uns irgendwann für den Start zum 1. Oktober entschieden, pünktlich zur T3CON. Natürlich hatten wir den Ehrgeiz, die Steuerung im eigenen Hause zu belassen… Glücklicherweise ist es gelungen, meine sonstigen Aufgaben frühzeitig so planen, dass ich die nötige Zeit für die Umbenennung aufbringen konnte.

Als Projekt war das Ganze übrigens nicht so wahnsinnig komplex, verblasst im Vergleich zu manchem Web-Projekt für unsere Kunden. Aber es galt, über 100 Fäden in der Hand zu halten und dennoch frühzeitig richtig zu delegieren – ein richtiges Projekt, eben. Aufgrund der erhofften langfristigen Wirkung steckt man natürlich eine Menge Energie investiert, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.

TE: Und das war die Mühe wert, es ist eigentlich perfekt gelaufen!

Was waren denn z.B. die größten Herausforderungen

TE: Für mich war die Namensfindung der bei weitem spannendste Teil.

EG: Ja, eindeutig. Sowohl inhaltlich als auch als Prozess.

Gibt es schon Feedback?

EG: Nur gutes! Nein im Ernst, bis zum 1. Oktober war ja alles hochgeheim, also haben wir auch noch nicht viel „echtes“ Feedback. Aber wir haben während der Vorbereitung an mehreren Stellen getestet, und es war klasse zu beobachten, wie das Bild immer runder und das Feedback immer besser wurde. Das Endergebnis hat dann jeden überzeugt, es gab wirklich eine Menge Lob.

Wie geht es weiter?

TE: Na ja, Name und Logo repräsentieren uns zwar als Marke, aber inhaltlich bleiben wir uns selbstverständlich treu. Schließlich haben wir seit Jahren eine Konstellation gefunden, die hervorragend funktioniert: Einerseits die Konzentration auf hochwertige Lösungen mit TYPO3 und FLOW3, was uns erlaubt, in diesem Bereich eine führende Rolle einzunehmen. Und andererseits das, was für die Praxis viel wichtiger ist: Die Fähigkeit, Kundenwünsche zu verstehen und diese effizient in erfolgreiche Projekte umzusetzen.

EG: Was nicht heißen soll, dass alles beim Alten bleibt. Auf Basis des neuen Namens und Logos werden wir nun erstmals gezielt in die Markenbildung gehen, um unsere Kompetenzschwerpunkte wie z.B. internationale Webauftritte in den angemessenen Kontext zu setzen.

Auf der anderen Seite bleibt ein wichtiges Thema, dass auch die Team-Entwicklung mit dem Auftragswachstum Schritt halten muss. Wir setzen ja ganz stark auf Festanstellung, und haben auch in diesem Jahr wieder zwei tolle neue Auszubildende gefunden – aber wir sind parallel auch immer auf der Suche nach Uni-Absolventen und nach erfahrenen Web-Profis, am liebsten aus der aktiven TYPO3-Community.

Gibt es inhaltlich konkrete neue Themen, die bei Bitmotion noch in 2012 anstehen?

EG: Im Zusammenhang mit dem bereits angesprochen Schwerpunkt der globalen Webauftritte haben wir mit „TargetCDN“ gerade ein Infrastruktur-Produkt an den Markt gebracht, welches TYPO3 in entfernten Regionen beschleunigt – aus dem konkreten Bedarf heraus, dass viele unserer Kunden ihre Anwender in China bzw. Asien oder den USA haben, wo aber die Performance nicht so gut ist wie an dem Ort, wo der Server betrieben wird. Die Lösung heißt Content Delivery Network – bloß war ein CDN, welches zuverlässig und zugleich einfach in TYPO3 zu integrieren ist, am Markt tatsächlich nicht zu finden! Also haben wir selbst eine solche und noch dazu kostengünstige Alternative geschaffen – übrigens mit FLOW3 – und diese nun für Dritte geöffnet.

TE: Außerdem stelle ich zusammen mit meinem Kollegen René Fritz auf der T3CON den Stand der Dinge zu unserem langjährigen Steckenpferd „Cross Media Publishing“ (CMP3) vor. Einschließlich der Einladung, das als Open Source verfügbare Projekt zu verwenden, und durch jede Art von Feedback voranzutreiben.

EG: Und nicht zu vergessen haben wir gerade einige richtig innovative Kundenprojekte. Es bleibt also spannend!

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