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Trackingtools: Leistungsumfang und Entscheidungshilfe

Moderne Analysewerkzeuge bieten vielseitige Möglichkeiten, Website-Besucher und deren Verhalten auf dem eigenen Auftritt besser zu verstehen. Zugriffsdaten werden erfasst, aufbereitet und geben tiefe Einblicke (z.B. über gut und schlecht funktionierende Seiten, gefragte und uninteressante Seiten, …) – primär mit dem Ziel, die Website immer besser zu machen.

Heute geben wir eine Übersicht über die Funktionen von zwei der meistgenutzten Auswertungstools, Google Analytics und Piwik, um bei der Entscheidung zu helfen, welches Tool das richtige für den jeweiligen Anwendungsfall ist. Als Bonus geben wir Informationen an die Hand, die den Einstieg und das Testen beider Tools erleichtern.

Was beide Tools können:

Beide Tools ermöglichen Betreibern einer Webseite eine Vielzahl von Funktionen, die je nach Ausrichtung des Auftritts genutzt werden können. Zum Leistungsumfang beider Tools gehören:

  • Statistik über Seitenabrufe auf Tageszeiträume kumuliert und in Echtzeit
    • Die betrachteten Zeiträume sind hierbei in beiden Tools sowohl anpassbar, als auch mit anderen Zeiträumen zu vergleichen (z.B. „vergangener Monat mit gleichem Monat des Vorjahres“)
  • Besucheranalyse
    • Nach Herkunftsländern
    • Nach verwendetem Browser
    • Nach Betriebssystem
  • Referreranalyse
  • Zieldefinition
  • Mandantenfähigkeit für mehrere Websites
  • Kampagnen- und Zieltracking für den Ecommerce (Conversion Tracking)
  • Anonymisierung der IP-Adresse zum Datenschutz
  • Clients für Android und iOS
  • Konfigurierbare Dashboards
  • Statistiken können mit Kommentaren versehen werden, um z.B. Bestimmte Ereignisse oder diskussionswürdige Punkte zu markieren.
  • Datenexport in diversen Formaten (z.B. Excel, CSV, PDF)

Um tracken zu können, muss, in beiden Fällen ein Tracking Code auf der jeweiligen Seite bzw. deren Template eingebunden werden.


Das in Deutschland meistgenutzte Trackingtool bietet neben einer Vielzahl von Funktionen auch die Anbindung zu weiteren Google Produkten. Besonders die Kombination mit Google Adwords findet im Alltag oft Verwendung.

Nicht zwangsläufig ein Nachteil, doch nicht zu vernachlässigen: Datenschutz- und Kontrolle waren in der Vergangenheit immer wieder ein Thema, da ggf. Daten auf Servern in Übersee gelagert werden.

Was spricht für Google Analytics?

Einer der Größten Vorteile von Google Analytics ist sicherlich die hervorragende Anbindung an weitere Google Dienste wie Adwords, AdSense und Webmastertools.

Weniger verwunderlich: Analytics bietet eine große Menge an Informationen zu allen SEO-orientierten Bereichen, wie z.B. Keywordanalyse.

Auch wenn die Einbindung beider Tools ähnlich funktioniert, ist Google Analytics noch einfacher, da kein eigenes Hosting samt SQL-Datenbank nötig ist.

In Sachen „welche Informationen werden erhoben“ kann Analytics mit Extras wie Daten zu demographischen Aspekten aufwarten, die z.B. durch Google’s Werbenetz DoubleClick gewonnen werden.

Für die Analyse besonders hilfreich: Zeiträume und deren Daten können mit wenigen Klicks direkt auf der GA Oberfläche miteinander vergleichen werden.


Piwik existiert seit 2009 und ist als Open Source Projekt das zweitverbreitetste Analysetool in Deutschland. Es ist durch diverse Plugins erweiterbar und ermöglicht 100%ige Datenkontrolle durch Speicherung der LogDaten auf den eigenen Servern des Webseitenbetreibers. Eine Anbindung an Dienste wie Google Adwords ist allerdings nicht möglich.

Was spricht für Piwik?

Wie erwähnt werden die von Piwik erfassten Daten auf den Servern des Webseitenbetreibers gespeichert. In dieser Kontrolle über die erfassten Daten und deren Speicherung liegt ein entscheidender Sicherheitsvorteil.

Nicht zu unterschätzen: Piwiks Datenerfassung funktioniert stand heute auch bei Besuchern, die Google-Adblocker verwenden.

Hohe Genauigkeit: Da Daten nicht auf weit entfernte Server geschoben werden müssen und damit die eigentliche Datenmenge weniger ins Gewicht fällt, zieht Piwik zur Datenanalyse ALLE Besucher heran.

Piwik  bietet mittlerweile über 70 verschieden Plugins, die der eigenen Installation hinzugefügt werden können und die den Leistungsumfang deutlich steigern können.

Besonders interessant, wenn viele Nutzer mit dem Tool arbeiten sollen, oder eine große Vielzahl von Auftritten betreut werden soll: Piwik bietet kostenlos eine Unbegrenzte Anzahl von verwaltbaren Websites und Nutzer-Accounts.

Die Darstellung anpassen: die allermeisten Informationen können schnell und einfach in Ihrer Darstellungsform angepasst werden. Tabellen können um zusätzliche Metriken ergänzt werden oder es können aus den Tabellen Kreis- oder Säulendiagramme generiert werden. Die (Zeilen-) Anzahl der Einzelnen Metriken kann ebenfalls angepasst werden.


Fazit: Welches Tool soll ich denn nun verwenden?

Die Entscheidung, ob Google Analytics, Piwik oder doch ein ganz anderes Tool zum Monitoring des eigenen Auftritts optimal ist, lässt sich schwer verallgemeinern. Beide Tools sind gut und ausgereift (bei leicht unterschiedlichen Schwerpunkten), daher muss vor der Entscheidung für ein Tool die Frage geklärt sein, welche Ziele mit dem Monitoring verfolgt werden und welche der oben genannten Aspekte den jeweils größten Nutzen versprechen.

Typische ausschlaggebende Faktoren sind:

  • Wer AdWords nutzt (oder ggf. künftig nutzen wird), tendiert zu Analytics.
  • Wer den (geringen) Aufwand des eigenen Hostings scheut, tendiert zu Analytics.
  • Wer seine Daten nicht einem US-Unternehmen und „Datenkraken“ anvertrauen möchte, tendiert zu Piwik.

Als Entscheidungshilfe bieten ansonsten beide Anbieter Demo-Auftritte, auf denen die Benutzung, Funktionen und vieles mehr getestet werden können. Natürlich stehen wir nicht nur bei der Einrichtung der Tools, sondern auch bei konkreten Fragen zur Auswahl immer gern zur Verfügung.


P.S. Was auch nicht verschwiegen werden soll

Mit der Entscheidung für ein Werkzeug fängt die Arbeit erst an! Zum einen bei der datenschutzgerechten technischen Einbindung (mit Opt-Out, Anonymisierung, …), aber zum anderen und vor allem aber auch bei der tatsächlichen Sichtung und Interpretation der Daten.

Wir empfehlen insgesamt dennoch die Verwendung, idealerweise sollte man sich mindestens einmal im Monat intensiv mit den Daten und deren Aussagen beschäftigen. Doch selbst wenn man den Aufwand der laufenden Auswertung scheut, so hat man doch spätestens beim nächsten Optimierungs- oder Relaunchprojekt Zugriff auf das Rohmaterial für wertvolle Erkenntnisse.


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